Alles Wissenswerte übers Couvert.

Die nachfolgende Definitionsliste soll Ihnen helfen, sich im komplexen Bereich des Kuverts zurecht zu finden. Falls Sie einen Ausdruck nicht finden sollten, stehen wir Ihnen gerne persönlich Red und Antwort.

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Andruck Musterdruck im Produktionsverfahren vor Fertigung der Ware. Anhand des Andrucks kann der Kunde den Druck prüfen und genehmigen.
Antwortkuverts Finden Verwendung bei Mailing-Aktionen, die eine Antwort der Empfänger/innen provozieren sollen. Das Antwortkuvert ist kleiner als das Mailingkuvert und wird diesem beigelegt. Häufig wird die Antwortadresse bereits eingedruckt. Bekannt sind diese Kuverts auch als Miniformate in den Grössen > C6, > C5 und > C4.
Automatenkuverts Kuvert für maschinelle Kuvertierung.
   
B | top
Banderole Streifband, mit dem mehrere Kuverts oder Taschen zu einer Einheit zusammen gepackt und zusammen gehalten werden.
Blattproduktion Bei der Blattproduktion werden Stanzlinge aus einem Papierbogen heraus gestanzt und folglich in auf der Briefumschlagmaschine weiter verarbeitet.
Bodenklappe Untere, umgelegte Klappe (Rückseite) eines Kuverts oder einer Tasche.
Bogenformat Gibt das Format an, aus welchem Stanzlinge für die Blattproduktion heraus gestanzt werden.
Braun Kraft Papierqualität von höherer mechanischer Festigkeit für den Versand von voluminösen und schweren Inhalten.
Buchdruck Ältestes Hochdruckverfahren, bei dem die zu druckenden Teile erhöht sind. Sehr teuer, da die Maschinen extrem langsam laufen. Nur für Kleinauflagen geeignet. Findet heute fast ausschliesslich bei speziellen Stanz- und Rillarbeiten und Veredelungen (z.B. Heissfolienprägung) Anwendung.
   
C | top
CD-ROM-/DVD-Kuverts Spezielle Kuverts für den Versand oder die Aufbewahrung von CD-ROM oder DVD. Oft mit grossem runden Fenster auf der Vorderseite.
   
D | top
Differenzen Ist ein Druckmotiv genau bis an den Rand des fertigen Kuverts angelegt, kann es zu sogenannten «Blitzern» kommen. D.h. ein Teil des Druckbildes der Vorderseite wird ungewollt auf der Rückseite sichtbar (oder umgekehrt). Gründe dazu liegen in Stanz- oder Farbdifferenzen oder in Druckfehlern. Randabfallende Sujets, die vor der Kuvertfertigung auf Planobogen gedruckt werden, müssen daher mind. 1 mm über das Endformat hinaus gedruckt werden.
DIN Deutsche Industrie Normen - beim Kuvert vor allem bei den Formatreihen B und C von Bedeutung (siehe Formattabelle in der Rubrik Service).
Druck auf Fertigware Nachträglicher Offsetdruck auf ein bereits gefertigtes Kuvert oder eine Tasche.
Drucklack Um spezielle Effekte zu erzielen, wird auf das Druckmotiv zusätzlich ein Lack aufgedruckt. Dieser Lack kann auch nur zum Schutz des Druckmotivs vor Verarbeitungsspuren dienen. Kommt vor allem bei hochwertigen oder vollflächigen Drucken auf Spezialpapiere zur Anwendung.
   
E | top
Einwegpalette Nicht im Europool tauschbare Palette.
Europalette Palette im Format 80 x 120 cm die innerhalb des Europools getauscht werden.
   
F | top
Façon Formschnitt der Stanzlinge nach dem Stanzen. Gibt Auskunft über die Art und Anordnung der Verschlussklappe eines Kuverts oder einer Tasche und deren Verwendungszweck.
Façonnage Fertigung von Kuverts oder Taschen, bei der das Papier bedruckt oder unbedruckt vom Kunden angeliefert wird.
Fadenzähler Lupe, mit deren Hilfe festgelegt werden kann, welcher Raster verwendet wurde, d.h. wieviele Punkte auf 1 cm Lange gedruckt wurden (je höher die Anzahl Punkte, desto feiner das Druckbild).
Falzdifferenzen Können beim Falzen von Kuverts oder Taschen von +/- 2 mm entstehen. Vor allem für die Druckgestaltung wichtig (siehe auch Blitzer und/oder Differenzen).
Farbdeckung Gibt die bedruckten Anteile eines Kuverts oder einer Tasche an. 100% Farbdeckung entspricht einem Vollflächendruck in einer Farbe, Skaladruck (abhängig von Druckverfahren und Papier) bis 300% möglich.
Farbwechsel Wechsel der Farbe innerhalb einer Druckauflage.
Fensterausschnitt Fensterausstanzung ohne Folie.
Fensterhinterdruck Innendruck, der hinter dem Fenster eines Kuverts gedruckt wird und nach der Entnahme des Inhaltes lesbar wird.
Fensterkuverts Kuverts mit Fenster.
Fenstermesser Messer zum Ausstanzen eines Fensters für ein Kuvert, einer Tasche oder auf einem Planobogen (z.B. Formular).
Fensterstellung Position eines Fensters. Wird wie folgt angegeben: Verschlussklappe immer oben, Abstand vom unteren und vom rechten Rand.
Flexodruck Hochdruckverfahren, bei dem die Druckform aus Gummiklischees besteht und das Druckbild unter Verwendung von Druckfarbe auf den Bedruckstoff (Papier) übertragen wird. Zur Anwendung gelangen hauptsächlich umweltfreundliche Farben auf Wasserbasis. Farben auf Lösungsmittelbasis werden seltener verwendet.
Folienfenster Fenster mit Klarsichtfolie.
Formate Siehe Formattabelle in der Rubrik Service.
Formatpapier Papierbogen zur Blattproduktion.
   
G | top
Gerade Klappe Schnittart, bei der die Verschlussklappe (gummiert oder mit Haftklebestreifen versehen) des Kuverts gerade ist. Siehe auch unter Rubrik Service/Façon.
Gestrichene Papiere Um eine geschlossene Oberfläche und damit eine bessere Bedruckbarkeit (Halbtöne) zu erzielen, wird in der Papierproduktion eine Streichmasse aufgebracht und in vorgegebener Strichstärke gleichmässig verteilt. Die Streichmasse besteht z.B. aus China-Clay, Kreide, Kasein oder Kunststoffdispersion. Unterschieden wird zwischen einseitig (Chromopapier) und beidseitig gestrichenen matt-, halbmatt-, und glänzend gestrichenen Qualitäten. Aufgrund ihrer mechanischen Festigkeit und Knitteranfälligkeit eignen sich gestrichene Papiere nicht in allen Fällen für die Kuvert- oder Taschenproduktion.
Grammatur Gibt das Flächengewicht des Papiers in Gramm je Quadratmeter (g/m2) an.
Greiferand Wird beim Offsetdruck zum Greifen eines Kuverts bzw. Druckbogens benötigt. In diesem Bereich kann nicht gedruckt werden.
Gummierung Gibt die Art der Verklebung der Verschlussklappe an. Wir unterscheiden zwischen Nassklebe- und Haftklebegummierung.
Gut zum Druck Musterabzug vor Drucklegung zur Kontrolle von Stand, Text/Typografie, Logos, Bildern und Farbzuordnung. Nicht verbindlich für Druck- und Papierqualität.
Gut zur Ausführung Musterkuvert oder -tasche. Wird vor der Produktion in Handarbeit gefertigt und gibt Auskunft über Format, Façon und ggf. über die Fensterstellung. Kann bereits mit Auflagepapier gefertigt werden.
   
H | top
Haftklebung Einseitige selbstklebende Gummierung, durch einen Silikonstreifen geschützt.
HKS-Fächer Farbfächer zur exakten Farbdefinition.
   
I | top
Idealformat Rohbogenformat oder Idealformat, bei dem für das bestimmte Kuvert oder die bestimmte Tasche die optimale Nutzenzahl bei minimalem Abfall pro Papierbogen erreicht wird.
Innendruck Bedruckte Innenseite von Kuverts/Taschen. Meist vollflächig oder auch als Zahlenmeer oder Wabenmuster, dient als zusätzlicher Sichtschutz.
Innenliegende Seitenklappen Untergeklebte Seitenklappen, siehe auch in der Rubrik Service/Façons.
Interne Postkuverts Kuverts zur Abwicklung des firmeninternen Postverkehrs, meist mit Tabellenaufdruck für Eintrag des Empfängers/Absenders und mit zusätzlichen Lochungen. Verschlussklappe ungummiert.
   
K | top
Kalendertaschen Versandtasche mit Karton auf der Rückseite zur höheren Stabilität (Vorderseite Papier/Rückseite Karton).
Klarsichtfenster Fenster mit Klarsichtfolie.
Klischees Druckträger im Flexo- und Buchdruckverfahren.
Klotzboden Zusätzliche Falten im Boden einer Faltentasche, eines Seitenfaltenkuverts oder eines Musterbeutels zum Versand grossvolumigen Füllgutes.
Kuvert Umschlag mit der Öffnung an der langen Seite und mit doppelter Seitenklebung.
Kuvertgewicht Wir unterscheiden:
• Handelsüblich gibt das Grammgewicht eines Kuverts oder einer Tasche nicht das effektive Gewicht an, sondern das Flächengewicht des verwendeten Papiers.

• Das Kuvertgewicht gibt das Gewicht von 1000 Kuverts in kg an. Als Faustregel gilt: Höhe (mm) x Breite (mm) x Gewicht (g/m2) x 2,5 : 1 000 000.

• Genaue Angaben dazu finden Sie in der Rubrik Service/Gewichtstabelle.
Kuverts für maschinelle Verpackung Kuverts für die maschinelle Kuvertierung (Façon RN-AB oder RD-AB).
   
L | top
Laufrichtung Richtung, in der die meisten Papierfasern liegen. Von Bedeutung ist die Laufrichtung, weil sich Papierfasern durch Luftfeuchtigkeit in Längs- und Querrichtung unterschiedlich dehnen. Die Verwendung von Papier mit falscher Laufrichtung führt zu folgenden Problemen:
• ungenügende Planlage

• wellige Seitenleimung

• hoher Ausschuss während der Kuvertproduktion

Faustregel:
• Laufrichtung Kuvert parallel zur kurzen Seite

• Laufrichtung Tasche parallel zur langen Seite
   
M | top
Maschinelle Kuvertierung Kuverts werden maschinell gefüllt und geschlossen.
Mittelklebung Spezielle Schnittform bei Taschen, bei der beide Seitenklappen in der Mitte verklebt werden (Façon FM).
Musterbeutel Tasche zum Versand von Mustern. Mit Seiten- und Bodenfalte (Klotzboden) ohne Verschlussklappe, quer gerillt und gelocht. Die Tasche wird nach dem Befüllen umgefalzt und in den Löchern mit Hilfe eines Kunststoffes oder Metallverschlusses fixiert.
   
N | top
Nassklebung Gummierung, die durch Kontakt mit Feuchtigkeit klebt.
Nummerierung Fortlaufender Nummernaufdruck auf Kuverts, Taschen oder Tüten.
Nutzen Anzahl Stanzlinge (für Kuverts/Taschen), die aus einem Rohbogen oder Idealformat erreicht werden können.
   
O | top
Offene Klappe Die Verschlussklappe ist vorgerillt, aber nicht umgelegt.
Offsetdruck Flachdruckverfahren, bei dem druckende und nichtdruckende Teile auf einer Ebene liegen. Indirektes Druckverfahren, bei dem die Farbe mittels eines Gummituches von der Druckplatte auf das Papier übertragen wird. Sehr hochwertiges Druckverfahren.
   
P | top
Pantone Pantone Matching System PMS, internationales Farbmischsystem; Farbfächer zur exakten Farbdefinition.
Passerdifferenzen Ist ein Druckmotiv genau bis an den Rand des fertigen Kuverts angelegt, kann es zu sogenannten «Blitzern» kommen. D.h. ein Teil des Druckbildes der Vorderseite wird ungewollt auf der Rückseite sichtbar (oder umgekehrt). Gründe dazu liegen in Stanz- oder Farbdifferenzen oder in Druckfehlern. Randabfallende Sujets, die vor der Kuvertfertigung auf Planobogen gedruckt werden, müssen daher mind. 1 mm über das Endformat hinaus gedruckt werden.
Perforation Stanzen oder Schneiden von vielen in einer Linie liegenden kleinen Löchern oder Schlitzen.
Pergamin Scharf satiniertes, transparentes Papier. Oftmals auch geprägt (z.B. Zwischenlagen in Fotoalben). Pergamin neigt bei Feuchtigkeit zu starker Wellenbildung (besonders bei Fenstern zu beachten).
Plattenwechsel Wechsel des Druckmotivs (z.B. Adresse) innerhalb einer Auflage.
Proof Auf digitalem Weg erstellter >Andruck.
   
R | top
Randabfallend Druck, der über das Endformat hinaus geht.
Raster Gibt die Anzahl der gedruckten Punkte auf 1 cm Länge an.
• Flexo: 24 - 28
• Bogenoffset: 48 - 90
Die Wahl des Rasters ist abhängig vom Bedruckstoff (Papier) und vom angewendeten Druckverfahren.
Recyclingkuverts Kuverts, deren Papier aus Sammelware hergestellt wird.
Rohbogenformat Auch Idealformat, bei dem für das bestimmte Kuvert oder die bestimmte Tasche die optimale Nutzenzahl bei minimalem Abfall pro Papierbogen erreicht wird.
Rückantwortkuvert Wird verwendet bei Mailing-Aktionen, die eine Antwort der Empfänger/innen provozieren sollen. Das Rückantwortkuvert ist kleiner als das Mailingkuvert und wird diesem beigelegt. Häufig wird die Antwortadresse bereits eingedruckt. Bekannt sind diese Kuverts auch als Miniformate in den Grössen > C6, > C5 und > C4.
   
S | top
Seitenklebung Bei Versandtaschen werden die Laschen auf der Rückseite rechts und an der Bodenfalte überklebt.
Silikonstreifen Bei Kuverts mit Haftklebeverschluss wird zur Abdeckung des Haftleims ein Silikonpapier verwendet.
Skala Die Grundfarben beim Vierfarben-Druck.
•Cyan
•Magenta
•Gelb
•Schwarz
Sortenwechsel Wechsel des Druckbildes (z.B. Adresse) innerhalb einer Auflage.
Standard-Innendruck Grauer Flächeninnendruck im Flexodruckverfahren.
Stanzdifferenzen Beim Stanzen von Bogen können Differenzen von +/- 2mm entstehen. Ist ein Druckmotiv genau bis an den Rand des fertigen Kuverts angelegt, kann es zu sogenannten «Blitzern» kommen. Randabfallende Sujets, die vor der Kuvertfertigung auf Planobogen gedruckt werden, müssen daher mind. 1 mm über das Endformat hinaus gedruckt werden.
Stanzfleisch Zwischenraum zwischen den einzelnen Zuschnitten, auch Stanzrand genannt.
Stanzmaschine Maschine, mit deren Hilfe aus den Papierbogen unter Zuhilfenahme eines Stanzmessers einzelne Stanzlinge heraus gestanzt werden.
Stanzmesser Messer, mit dem Briefumschlagzuschnitte aus den Papierbogen heraus gestanzt werden.
Stanzrand Zwischenraum zwischen den einzelnen Zuschnitten, auch Stanzfleisch genannt.
   
T | top
Taschen Bei Versandtaschen befindet sich die Öffnung auf der Schmalseite und die Seitenklappen auf der Rückseite rechts und an der Bodenfalte werden überklebt.
Transparentpapiere Überbegriff für lichtdurchlässige bzw. durchscheinende Zeichen-, Buchungs-, Pergamin- oder Kreativpapiere. Die Verarbeitung ist sehr anspruchsvoll, daher können nur kleinformatige Kuverts hergestellt werden. Wir unterstützen Sie gerne bei der Papierauswahl.
   
V | top
Versandtaschen Versandtaschen haben die Verschlussklappe auf der schmalen Seite. Es gibt sie entweder mit Seiten- oder Mittelklebung (Façon F oder FM).
Verschlussklappe Verschlussklappe eines Kuverts oder einer Tasche.
Verstellbares Messer Für kleine Auflagen lohnt sich die Anschaffung/Herstellung eines Stanzmessers nicht. Es wird eine Vorlage (Schablone) des Stanzlings angefertigt und mit einem verstellbaren Messer aus dem Papierbogen ausgestanzt.
Vorbefenstern Bei der Blattproduktion kann vor dem Falzvorgang ein Fenster in einem separaten Arbeitsgang eingesetzt werden.
Vorbruch Mit Hilfe eines Vorbruchs wird eine Falzlinie angedeutet, aber nicht vollständig umgefalzt. Dient als Hilfestellung beim folgenden Falzen.
   
W | top
Wertkuverts Kuverts mit höher gezogener und umgefalzter Rückseite. Soll verhindern, dass Inhalte heraus fallen, unbemerkt entnommen oder eingesehen werden können.